"Tauritzmühle" am 27. Oktober 2007

Viel Abwechslung bietet die Landesgruppe Bayern an diesem Wochenende. Während sich ein Teil der "Südstaatler" in Bad Grießbach mit ihren Vierbeinern verwöhnen lässt, geht es auch bei den Franken "rund", nämlich "um die Tauritzmühle".

18 Wanderer mit ihren neun Beagle und einem Berner Sennhund, waren der Einladung von Familie Richter an den Rand des Fichtelgebirges gefolgt. Bis zum Eintreffen der letzten Wanderer wurden liebevoll geschnürte "Notrationen" für die Hunde und kleine Stärkungen für die Zweibeiner durch die Gastgeberin überreicht.

Zeit genug, die Tauritzmühle einmal genauer zu betrachten und sich etwas über die Geschichte dieses Kleinodes anzuhören.

Ca.4 km nordwestlich von Speichersdorf  liegt das Anwesen, in Auen eingebetet, am Tauritzbach. Ein Fischweiher und ein Backhaus mit großem Holzbackofen runden das Bild ab. Eine Obstbaumwiese dient dem örtlichen Dackelclub als Übungsplatz.
Dem unermüdlichen Einsatz des Fichtelgebirgsvereins ist der Wiederaufbau der Mühle samt Nebengebäude zu verdanken. Auch die von unserer Gruppe genutzten Wanderwege entstanden in Verantwortung des Vereins.

Der Wanderführer gibt das Zeichen zum Aufbruch gerade in dem Augenblick als dicker Rauch aus dem Kamin des Backofens quillt. Ist heute etwa Backtag? Der Gedanke an den Ankauf eines Laibes Brot keimt bei immer mehr Wanderern auf.
Die Wanderstrecke führt uns über üppig ausgeschilderte Wanderwege. Der genaue Weg bleibt allerdings das Geheimnis des Wanderführers. Wie sonst soll man  die "Leistungssportler" zähmen. Die Beagle mussten ihre "spurlaute Jagd" unter Beweis stellen. Offenbar querten zahlreiche Wildfährten den Wanderweg. Die Anwesenheit der "Meute" veranlasste aber die Hasen und Rehe ein anderes Revier aufzusuchen.
Das Heidekraut ist bereits abgeblüht, aber Reste von Heidelbeeren sind noch vorhanden. Auch erstaunlich viele Preiselbeeren leuchten rot vom Waldboden herauf. Wenn nur der Fuchsbandwurm nicht wäre. - So bleibt alles an seinem Platz.

Viel Zeit für den Gedankenaustausch bietet die doch eher kleine Wandergemeinschaft. Die Hunde verstehen sich prächtig, wenngleich sich bei einigen Hunden gewisse Triebe zeigen, die dann auch ein Einschreiten der Besitzer erforderlich machten. Verluste unter den Hunden  gab es glücklicherweise nicht zu beklagen.

Nach 2 1/2 Stunden freuen sich alle Wanderer auf die Stärkung im gemütlichen Restaurant. Der große Kachelofen strahlt behagliche Wärme aus.
Die Hunde werden versorgt und beziehen ihr Quartier in den Autos oder im Körbchen zu Füßen ihrer Herrschaften. Jeder findet etwas nach seinem Geschmack auf der Speisekarte. -  Inzwischen sind auch die Brote aus dem Holzbackofen fertig und werden, verlockend duftend. auf langen Brettern ins Haus getragen.

Bevor sich die Wandergruppe gegen 15:00 Uhr auflöst nutzen zahlreiche Beagler  die Gelegenheit eines der köstlichen Brote fürs Abendessen einzukaufen.

Vielen Dank an Brigitte und Karl-Heinz Richter mit Susi und Kim
für die Organisation und die Gastgeschenke.

Wir kommen gern wieder.
Heinrich Heling mit Fee und Uca.