Staffelsee - einfach "schee"

Um es gleich vorweg zu sagen: Ihr Daheimgebliebenen habt Euch um eine der schönsten Wanderungen gebracht, die wir bisher hatten.

Aber der Reihe nach.

Punkt 10.30 Uhr konnte Frau Geiger – unsere Wanderführerin- 4 Rüden und die alte Dame Dana samt ihren Begleitmenschen (insgesamt 10) am Gasthof Alpenblick begrüßen. Schnell reservierte sie noch zwei schattige Tische im Biergarten (geht nur mit sehr guten Beziehungen) statt im Restaurant, da klar war, dass der Tag sich von seiner besten Wetterseite zeigen wird.

Um 11.05 Uhr legte unser stolzes Schiff, die MS Seehausen, in Uffing ab und brachte ins in rasender Fahrt (max. 14 km/h) in 40 Minuten über Seehausen nach Murnau, dem eigentlichen Startpunkt unserer Wanderung.
Schon auf dem Schiff –bei Eiskaffee und Capuccino- spürten wir, dass wird ein Traumtag.

Es passte alles: Himmel weiß/blau, Temperatur um 20 Grad, leichte, angenehm kühlende Brise, Aussicht auf Seeufer, Moorlandschaften und Gebirge von lieblich bis grandios.

Ab Murnau wanderten wir erst am südlichen Seeufer in angenehmer Schattenlage entlang. Für die Hunde gab es immer wieder Gelegenheit sich im See zu erfrischen und möglichen Durst zu stillen. Einer bedauernswerten, gestürzten Radlerin konnten wir etwas Trost spenden und unsere Hilfe anbieten, die aber nicht benötigt wurde. Nach einer guten Stunde wechselte der Weg in die Moorlandschaft am Westufer des Sees. Barbara Flach war von der Vielfalt an Fotomotiven überwältigt und brachte sich und ihre Kamera immer wieder in raffinierte Schussposition, um auch noch den seltenen Schwalbenschwanz und außergewöhnliche Moorblumen fotografisch festzuhalten. Zwischenzeitlich wurde der Weg doch sehr sonnig, aber die leichte Brise ließ uns nicht zu sehr ins Schwitzen kommen. Blaubeeren und Moosbeeren am Wegesrand lockten zum Naschen. Sie stillten auf sehr angenehme Weise das aufkommende Durstgefühl, konnten aber den Gedanken an den schattigen Biergarten nicht mehr ganz beseitigen. Den erreichten wir nach insgesamt drei-einviertel Stunden mit dem wohligen Gefühl, eine durchaus sportliche Leistung vollbracht zu haben in wunderschöner Landschaft und mit der Aussicht, uns mit Bier, Halsgrat, Spareribs oder Hendl zu belohnen.  Beagle Benny und seine Menschen hatten den Anschluss verloren und so machte sich Herr  Mathemeier mit dem Auto auf die Suche nach ihnen. Er fand sie bald. Bei Bennys Frauchen hatten sich aus unerfindlichen Gründen die Sohlen von den Bergstiefeln gelöst und auf Socken lief sich´s  eben nur langsam. Der Autotransport für den letzten Kilometer kam also sehr gelegen.

Als dann noch die Jugendblaskapelle Riegsee/Staffelsee im Biergarten zu spielen begann, waren alle Klischees über Oberbayern in positivster Form erfüllt und wir konnten satt und zufrieden die Heimfahrt antreten.

Frau Geiger sei nochmals von dieser Stelle aus gedankt für diese wunderschöne Wanderung.

P.S. Neben dem Biergarten ist auch gleich das Badegelände für Herrchen und Frauchen.

(Dieter Bürger mit Whisky vom Schloss Altenau)