Lindau 2011

 

Bereits seit 25 Jahren treffen sich die Bayernbeagler um den 1. Mai in Lindau.

Freitag, 29.4.  11.00Uhr

Der Wetterbericht des BR ist soweit o.k., sodass ein verstärkter Regenschutz nicht eingepackt werden muss. Whisky lag schon den ganzen Vormittag quer vor der Haustür, damit wir ihn  ja mitnehmen, denn auch er wollte das große Ereignis auf keinen Fall verpassen.
Erwartungsfroh machen wir uns auf den Weg nach Lindau –trifft man dort doch viele Bekannte, die man sonst  das ganze Jahr nicht sieht, eben nur in Lindau. Noch dazu zum Silverjubilee!
Der strahlende Sonnenschein, den wir bei unserer Abreise hatten, wandelte sich in ein gleichmäßiges Grau in Grau je mehr wir uns Lindau näherten, um uns dann bei unserer Ankunft in unserem Stammhotel mit einem ordentlichen Regenschauer zu begrüßen. Andere Voranreiser durften sich sogar heftiger Gewitter und Hagelschauer erfreuen, bis sie am Ziel der Begierde ankamen. Bis zum Abend hatte sich das Wetter wieder beruhigt, und der beliebte Vorabendtreff im Irish Pub mit dem gesamten Peterclan konnte äußerlich trocken überstanden werden, innerlich weniger. Der nächtliche Sternenhimmel auf dem Heimweg ließ auf einen sonnigen nächsten Tag hoffen.

Samstag, 30.4.

Dass Navis und andere Orientierungsleister mit dem Treffpunkt :“Sportheim TSV Hege in Hege, aber an der Hegnauerstr. , kurz vor Hegnau“ leicht verwirrt bzw. verirrt waren, ist verständlich. Nicht zu verstehen für uns war aber, dass sich dort nur 22 Beagler mit 8 Beagles und zwei Migrationsbeagles (Idefix und Zwackerl) einfanden, um das 25. Lindauer Beaglewochenende zu starten.
Trotz der enttäuschend geringen Teilnehmerzahl ließen sich die Peters die Stimmung nicht vermiesen und begrüßten uns unentwegte Lindaufans –es gab keine neuen Gesichter- mit großer Herzlichkeit. Renate Peter verteilte als Gastgeschenk perfekt selbst genähte Täschchen, gefüllt mit Nützlichem für Mensch und Hund. Die Petersche Jugend übernahm die Wanderführerschaft und los ging´s.
Das Wetter zeigte sich im Gegensatz zum Vortag in bester Wanderwetterlaune, und so stand unserer „Drei-Berge-Wanderung“, nämlich Taubenberg, Ringoldsberg und Hermannsberg (alles eher Hügel als Berge!)  nichts mehr im Wege. Die Wanderung war landschaftlich ungemein abwechslungsreich. Das Blütenmeer der Obstgärten war meistens schon auf dem Boden und nicht mehr an den Bäumen, dafür blühte es in den Wiesen intensiver und bunter als je. Sunny war als freilaufende Beageline glücklich, und Snoopy knurrte freundschaftlich jeden an, der nicht glauben wollte, dass er der eigentliche Boss sei. Unter den Zweibeinern gab es regen Gedankenaustausch – jeder mit jedem- die kleine Gruppe förderte das Ratsch-Gen ungemein. Störungen wie „Hund weg“, „Hase tot“ gab es keine, so dass wir mit geschonten Nerven dem einzig „echten Anstieg“ zum Aussichtspunkt auf den Ringolsberg mit einer anderen Wandergruppe (68 Personen) im Gänsemarsch gelassen absolvierten und oben die Aussicht auf den Bodensee und die Berge genießen konnten.  
Nach dem Abstieg und der Umgehung des Hermannsberges (wegen des hohen, nassen Grases?) befanden wir uns auch schon auf dem Rückweg zum „Winterbergstüble“, unserem Ausgangs- und Mittagessentreffpunkt. Leider hatte auch die schon erwähnte Wandergruppe das Stüble als Mittagsziel auserkoren und kam auch kurz nach uns dort an, so dass sich etwas Bestellhektik und die spannende Frage breit machte „Wer bekommt sein Essen zuerst?“
Die Küche und das Servicepersonal arbeiteten aber sehr flott und so musste fast niemand außer Schöberls und Achim über Gebühr warten.
Christine Kaltenbach nutzte die Mittagspause, um ihren und unser aller Dank auszuspreche . Sie überreichte den Peters als Dankeschön für 25 Jahre Beaglewochenende in Lindau Bierkrüge mit Beaglekonterfei und andere beagelige Sachen.
Wir verabredeten uns noch für den abendlichen Hock im Gasthof  „Schlechter Bräu“, der nach Renovierung und unter neuer Führung „Zum Wissinger“ heißt. Wie sich herausstellte, war das eine ganz hervorragende Idee, denn Essen, Service und das ganze Drumherum waren ausgezeichnet, und so wurde dieser schöne Tag auch ebenso beendet.

Sonntag, 1.Mai

Lindau erwacht mit Blasmusik unter mäßig blauem Himmel und stark bewölkt. Die Anfahrt nach Lindenberg wird zur Nebelfahrt und pünktlich zum Abmarsch in Lindenberg -16 Wanderer, 2 verspätete, 2 Passivgeher, 8 Beagles, 2 Migrationsbeagles Zwackerl und Lucy) regnet es auch ordentlich ab. Eine Wolke hat uns wohl mit dem auserwählten Volk verwechselt  und wanderte über uns schwebend anfangs ein gutes Stück mit. Der Irrtum hat sich aufgeklärt, der Himmel auch, und von nun an hatten wir strahlenden Sonnenschein. Sunny hatte ihre helle Freude an Lucy, da diese mit ihr über die löwenzahngelben Wiesen tollte und für einen Labrador doch erstaunliche Kondition zeigte. Einmal musste Frauchen Nico lebensrettend eingreifen, weil Lucy sich mit Begeisterung in einen neu angelegten Weiher stürzte und Sunny ihr folgend auf der glatten Teichfolie nur noch rutschte und das rettende Ufer aus eigener Kraft nicht erreichen konnte. Der Rettungsakt von Nico mit eingesprungener Waage und Doppelbackenbremse war nicht nur sehr sehenswert, sondern auch erfolgreich. Danach gab es keine besonderen Vorkommnisse mehr, so dass wir uns auf den wunderschönen Höhenweg über Scheidegg, Blasenberg und Kreuzberg konzentrieren und die am Vortag noch nicht beendeten Gespräche fortsetzen und vertiefen konnten. Die Aussicht vom Kreuzberg war trotz einiger lästiger Wolken immer noch grandios. Die liebliche Landschaft machte die 2 1/2stündige Wanderung eher zum Spaziergang, so dass die Anstrengung des Auf und Ab nicht zu spüren war. Vorbei an der Paracelsusklinik und einem Skywalk landeten wir wieder in Lindenberg, wo wir uns im „Alten Bräuhaus“  über unser Essen hermachten, im Hinterkopf den Gedanken, dass dieses schöne Wochenende und auch die Lindauer Beagletage dem Ende entgegen gehen. Der Himmel tat mit Blitz, Donner und Hagel noch das Seine dazu, um einen furiosen Schlusspunkt zu setzen. Beim Abschied stand in manchem Augenwinkel eine Träne, denn das Bewusstsein, dass die Lindauer Beaglewochenenden nun tatsächlich der Vergangenheit angehören, ließ doch Wehmut aufkommen.
Danke, liebe Peters für all die Arbeit und Mühe, die ihr Euch für uns und unsere Hunde gemacht habt! Wir waren oft und gerne dabei. Es war immer ein gelungener Urlaub mit Robin, Zares und Whisky unter netten Hunden und lieben Menschen.

 

Margot und Dieter Bürger mit Whisky