Beaglewanderung am 29. September 2007 in Lenggries.

Einstimmmung mit Musik.
Das Wandern ist ...
... des Beaglers Lust
Juniorhandling.
4 x Herbststimmung.

"Herbststimmung in Lenggries im Isarwinkel"

 Meine erste Einladung zur Beaglewanderung in's Voralpenland nach Lenggries, dem "Juwel des Isarwinkels "

Da riskierte der seit Mai 1939 amtierende silberne Hirsch, mit seinem goldenen Geweih und den goldenen Hufen, erregt den ersten Sprung aus dem Lenggrieser Wappen, als sich eine Meute von 20 Beagles mit ihren Herrschaften auf der bewaldeten Anhöhe der Burg Hohenburg am Parkplatz zur „Schloßschänke“  einfanden.

Einen ebenso beachtlichen Freudensprung vollbrachte die Unterzeichnete und Veranstalterin am Morgen dieses Wandertages! Nach endlosen Regentagen mit Kälteeinbruch verwöhnte uns „Petrus“ mit einem der schönsten Spätsommertage im September.  (*bitte Fußnote beachten)

Fröhliche Stimmung machte sich unter den 40 ankommenden Wanderern (darunter eine liebe Gastfamilie mit ihrer Beaglehündin Funny aus Sachsen sowie mein ortsansässiger familiärer Anhang) breit, die musikalisch von Thorsten Alt am Akkordeon eingerahmt wurde.

Beagle-wohl und hoch motiviert starteten wir am laut rauschenden Hirschbach zur Premieren-Rundwanderung Lasseln.

Sie führte uns vom Ortsteil Anger zum Grasleitenweg, mit seinen alten, stattlichen Bauernhäusern aus dem 17./18. Jahrhundert. Rechtsseitig begeisterte künstlerische Lüftlmalerei an den Fassaden, gegenüber, zwischen herbstlich getöntem Laub versteckt, lockten gemütliche hölzerne Sitzgruppen in Bauerngärten. Vor den Haustüren in wertvoller Schnitzarbeit, standen da  rostrosa Chrysanthemen in bescheidenen alten Blechkübeln zwischen grüngestreiften und orangefarbenen Kürbissen, dort bildeten Hortensien einen Dialog zwischen rosa und grün. Von den Balkonen grüßten üppigst bunte  Geranien mit ländlichem Charme.

Nach dem Erreichen einer ersten Anhöhe öffnete sich für uns das breite Land mit Blick auf die malerisch schönen Berge und für viele Beagles der Karabiner. Die Glocken der vor uns auf den Almen weidenden Kühe wechselten von der sanften Alpenweise in einen Alarmstufen-Sound. Nicht zu Unrecht: Uthes süßer kleiner  Lausbub „Benny“ wollte mit `ner Kuh mal „Fangen spielen“. Ein Anpfiff des Bauern und Rückpfiff seines Herrchen unterbrachen jäh sein Spiel. Benny ordnete sich enttäuscht gehorsam in die Gruppe ein.

Mit Schmoll-Schnauze verfolgte meine Hündin Amica dieses Geschehen. Sie, die diesen Wanderweg in den vergangenen Jahren mit mir stets leinenlos – ohne Interesse für Kuh und Wild – erlebte, ward Leinenhund!

Eine von mir getroffene Vorsichtsmaßnahme aufgrund erlebter Erfahrungen im Meuteverhalten! Trost spendete Bürgers charmanter Zweifärber „Whisky“. Er umschwanzelte ausdauernd und zärtlich meine Veteranin Amica, glücklich und leinenlos.

Unser Weg führte weiter über „Holz“ nach „Lasseln“, wechselte zwischen lichtdurchfluteten Waldwegen an romantischen Gebirgsbächlein und Wanderstegen mit freier Sicht in das weite Tal zwischen Geierstein (1.491 m) im Osten und dem Hausberg von Lenggries, das Brauneck (1.555 m) im Westen.

Es eröffnete sich uns das breite Spektrum alpiner Landschaft, der saftig grünen Wiesen, Hochmoore und artenreichen Auwälder und gewährte unseren Beagles völlig sorgloses Toben auf weiten freien Hängen, wo einst die Skirennläuferinnen Martina Ertl und Hilde Gerg ihre ersten Schwünge übten.

Unerwartet trafen wir auf ein malerisches Biotop, wo unsere Vierbeiner nicht die seltene Vegetation bewunderten, sondern Wechselbäder in der warmen und kalten Quelle genossen – Original nach Pfarrer Kneipp. Dermaßen vitalisiert hieß es: Bitte antreten zum Gruppenbild für Gazette und Homepage.

Das Auftauchen der Lenggrieser Pfarrkirche St. Jakob mit ihrem barocken Zwiebelturm sowie der Burg Hohenburg in weiter Ferne ließen uns ein baldiges Ende des Lasseln-Rundwegs erahnen. Das „Aus“ einer traumhaft schönen Wanderung? Nein  -  Beagler und Beagles fühlten sich top-fit im gesunden Klima des Luftkurorts Lenggries, also noch genug Luft für eine anschließende Umrundung des idyllisch gelegenen Schloßweihers im Schatten verbleichender Laubbäume neben bemoosten Felswänden, wo in jeder Jahreszeit Melancholie mitschwingt.

Noch einmal Badespaß für unsere Beagles, amüsanter Kampf um den  schnellsten Zugriff einer nah am Ufer schwimmenden Semmel zwischen Enten, langen, frechen, fetten Karpfen und einem gefräßigen Beagle.

Nach dieser Szene erinnerten wir uns spontan an eigene leibliche Genüsse und bereits vorbestellte Speisen in der Schloßschänke.

Im gepflegten Biergarten neigte sich in gemütlicher Atmosphäre und bei Thorsten Alts Klängen auf dem Akkordeon der Wandertag allmählich seinem Ende entgegen.

Nicht enden lassen wollte Elke Schürer`s Laborbeagle Jeanny diesen zum ersten Mal mit uns und unseren Beagles erlebten Tag in voller Freiheit. Unermüdlich tänzelte sie im Beagleglück zwischen uns und unseren Hunden.

Für alle blieb die Erinnerung an eine herrliche Wanderung – ein letzter Flirt mit dem Sommer.

Danke für Ihr  Kommen.

Ihre VeranstalterinChristiane Theil

*) Lt. Wanderliste vom 29.09.2007 vermerkte Dieter Bürger: Christiane hat ein Verhältnis mit „Petrus“
Herbstliche Erfrischung.

Ich bin der Chef.
Geht's hier nach Hause?
Wer mag noch 'ne Runde toben?
ich bin "hundemüde"
Wie wär' s mit einer Zwischenmalzeit?
Die "Ruhe vor dem (An) Sturm" der Bayernbeagler.
Schön war's!