Beaglespaziergang bei Neudrossenfeld

Helmut Pöhner mit Sophia und Eddy hatten am 21.10.2017 zur Beagle-Wanderung eingeladen, so beginnen meine Berichte meistens. 

Dieses Mal beginnt der Bericht mit – Helmut Pöhner und Sophia erschienen am verabredeten Treffpunkt. Helmut hatte uns im Vorfeld informiert, daß Eddy eine schwere Nierenschwäche hat und in der Tierklinik am Tropf hängt. Die Behandlung sei vielversprechend hieß es, aber die ganze Wanderung könne er, trotz des Erfolges der Behandlung, nicht mitmachen. Wir kommen sowieso am Wohnhaus vorbei, Eddy wird dann abgeholt und er kann mit uns im Restaurant dabei sein, so Helmut Pöhners Worte. Eddy war leider nicht mehr dabei, denn seine Nierenschwäche war schlimmer als erwartet. Zwei Tage vor der Wanderung hat er sich von Herrchen und Tochter verabschiedet. 

Wir hatten ein strahlendes Herbstwetter und Helmut meinte, das hat Eddy so gewollt und er ist bestimmt bei uns. 

Auf dem Parkplatz vor dem Gasthof Schnupp fanden sich 29 Personen und 20 Hunde ein. Helmut und Sophia hatten einen Campingtisch aufgebaut und sie begrüßten ihre Gäste mit ausgezogenen Küchle, die Hunde bekamen Leckerlietüten.

Mit einem freundlichen „Auf geht`s“ startete Helmut die Wanderung. Vorgesehen war ein Rundwanderweg von Altdrossenfeld über Dreschenau. Gemeint war das Naherholungsgebiet mit idyllischen Auen des Roten Mains zwischen Bayreuth und Neudrossenfeld. Auf über 60 thematischen Stehlen und Tafeln erfuhren wir vieles über Parks, Barock- und Bauerngärten, Streuobstwiesen, über die Obstkelterei, den Eisvogel, über das Eissägen und das Bierbrauen. Gemütlich ging es durch die weiten Wiesen, vorbei an Pferdekoppeln. Die warme Herbstsonne und die wunderbar weit auslaufenden Wiesenwege luden zum Bummeln ein und so wanderten wir gemächlich durch die sattgrünen Wiesen mit ihren sich dahinschlängelnden Bächen. Da die Bauern voll ihren Odel ausbrachten hatten wir doch einige Mühe, unsere Hunde von einem ausgiebigen Wellnesswälzen abzuhalten. Erfahrungsberichte von mitgeführten Gummihandschuhen, Waschlappen etc. machten die Runde.

Weiter ging es und wir wurden auf einen uns verfolgenden Autofahrer aufmerksam, der mit einem Gegenstand aus dem Fenster wedelte. Nach genauerem Begutachten stellte sich heraus, daß einer unserer Wanderer seinen Autoschlüssel verloren hatte, der Schrecken hat sich dann erst hinterher eingestellt. Wir bewunderten die wunderschönen alten Höfe aus gelbem Sandstein mit alten Steinmetzverzierungen. Sehr nett war ein altes Bauernehepaar, das uns freundlich zuwinkte wobei sich herausstellte, daß diese netten Leute die Küchle für uns gebacken hatten. 

Langsam näherten wir uns Altdrossenfeld und nachdem wir noch die evangelische Markgrafenkirche besichtigt hatten wurde auf deren Stufen das Gruppenfoto geschossen. 

Nach 2 ¼ Stunden waren wir wieder am Ausgangspunkt angelangt. In dem Landgasthof, in dem Melchior Schnupp 1726 seine eigene Brauerei gründete, war für uns ein Nebenraum reserviert, so großzügig, daß alle Hunde und Menschen wunderbar Platz hatten. Das Essen war im Vorfeld bestellt und der sympathische Wirt, der auch die Wünsche der aus der Reihe tanzenden Beagler berücksichtigte, hatte hier kein Problem. Alle waren gesättigt und zufriedengestellt, bis sich der jüngste der Teilnehmer, 3 Monate alt meldete, wie am Spieß brüllte und sein Nahrungsdefizit einforderte. – Und, wir kennen doch Bernhard Lengenfelder mit seinen markigen, auf den Punkt treffenden Ansagen – „so eine Rass` hab` ich noch nie bellen gehört“. Riesiges Gelächter. 

Gegen 15.00 Uhr löste sich die Runde langsam auf. Es war ein wunderschöner Tag. Helmut Pöhner war, trotz des Verlustes von Eddy ganz glücklich, denn es wäre auch in Eddys Sinn gewesen. Dies zu wissen, hatte ihn aufgebaut und diesen Tag trotzdem genießen lassen. 

Danke, lieber Helmut und Sophia. 

Inge Behlert mit Josie und Lester