Mit den Beagles im Fränkischen Seenland

 Brigitte und Karl-Heinz Richter aus dem für uns Oberbayern fernen Bayreuth luden am 22.09.2007 an den Igelsbachsee nahe Spalt und 34 Beagler nebst ihren 21 Hunden (incl. 1 Idefix) folgten dieser Einladung gerne. Hieß das für uns zwar eine Anreise von knapp 200 km, wurden wir dafür mit einem wunderschönen Tag belohnt!

Spalt ist die Hopfenstadt Nordbayerns mit über 1000-jähriger Geschichte und Brautradition. Eingerahmt von den hügeligen Anhöhen mit Hopfengärten, Misch- und Nadelwäldern und Obstgärten liegt Spalt im Rezatgrund nur durch eine Anhöhe vom großen Brombachsee und dem idyllisch gelegenen Igelsbachsee getrennt. Das "Fränkische Seenland" verdankt seine Entstehung eigentlich der Wasserknappheit in Franken. Durch die Überleitung von Altmühl- und Donauwasser in das Regnitz-Maingebiet sollte dem Abhilfe geschaffen werden. So ist unter anderem unser Wanderziel, der Igelsbachsee mit einer Größe vgl.bar dem Spitzingsee als Stausee entstanden.

Wir trafen uns auf dem großen Wanderparkplatz, der von der letzten gemeinsamen Wanderung bekannte und bewährte oberbayerische Pfiff (Dieter Bürger) lies Herrn und Hund verstummen und den Gastgeber zu Wort kommen. 2 ½ Stunden (es wurden knapp 3) abwechslungsreicher Wanderung um den See durch Feld und Wald (Zeckengefahr!) wurden angekündigt, die Möglichkeit zum Slowbeaglen in Aussicht gestellt und schon ging’s los Richtung Standbad, vorbei an einer Gruppe aufsehenerregender Biker mit Beiwägen und an sommerlich bekleideten Badegästen. Hätte hier schon manch einer gerne abgekürzt, zogen wir mangels Badekleidung weiter. Lediglich die Hunde durften immer wieder in den unglaublich idyllischen See zur Abkühlung. Unsere Gruppe war diesmal deutlich verjüngt, denn es sauste ein Kleinkind mit seinem Laufradl (ohne Pedale, dafür aber mit eifrig genutzter Klingel!) mit und Familie Dahlhaus gönnte dem 6 Monate alten Sprössling die Teilnahme in Tragebeutel und Kinderwagen. Hier rundete die 7 Monate alte Hündin Flora das Bild vom Familienidyll perfekt ab! Trotzdem bemerkte einer der vielen Radler, die uns meist freundlich überholten „De ham ja mehr Hund als Kinder…!“ In einer Bucht des Sees kam eine Schwänin mit 4 „hässlichen Entleins“ ans Ufer geschwommen, was einige unserer Beagles zur versuchten Annäherung (Whisky) und Verbellen (Uca) veranlasste. Die besorgte Mutter vertrieb aber alle durch giftiges Fauchen!

Nach etwa 1 Stunde stellten wir uns zum obligatorischen Gruppenfoto auf – Mirjam Mader durfte trotz Krücken (ja, ja, auch Pferdführen kann gefährlich sein!) und Wanderabstinenz auch mit drauf! Die Slowbeagler kürzten hier ab- vertrauensvoll von Karl- Heinz Richter auf den Weg geschickt mit „meine Frau weiß zwar nicht wo’s langgeht, aber immer den rechten Fuß im Wasser, dann kann nichts schief gehen!“ Nach den hier geplanten knapp 2 Stunden kamen sie wohlbehalten am Wanderparkplatz an!!! Wir durchtrainierten, hartgesottenen „bis zum bitteren Ende“-Beagler marschierten weiter und genossen See, Wiese und Wald. In letzterem kam uns wie zur Kontrolle der Jäger per Jeep entgegen und belohnte unsere braven Jagdhunde mit einem Schmunzeln!

Zurück am Parkplatz ging es noch ein paar Minuten per pedes zur gemütlichen Wirtschaft, wo wir im Biergarten bei Traumwetter die zwar etwas kleinen (Martin Guglhör vergriff sich an der herbstlichen Walnussdeko – und das nicht nur an unserem Tisch!), dafür aber sehr leckeren Speisen genießen durften.

Die Hunde kamen dort nicht wirklich zur Ruhe, weil eine kleine Katze erst eine ziemlich provozierend ruhige Runde auf der hohen Mauer (daher wohl der Name „Catwalk“?) und dann den Sprung in den von uns belegten Biergarten wagte, bevor sie sich für manche doch noch gut sichtbar (Rainy!!!) unter ein Auto verzog!

Leider rief der recht lange Heimweg und viel zu früh musste sich unsere Runde auflösen. Liebe Richters- es war wieder so wunderschön bei Euerer perfekt organisierten und durchgeführten Wanderung – vielen herzlichen Dank!!!

Christine Kaltenbach und Rainy vom Schloss Altenau